ANTIKING DES MONATS JULI

Antikings und Antiqueens – Monat für Monat wandert unsere Krone weiter. Es ist uns, ja, man kann das schon so sagen, eine Herzensangelegenheit, euch den guten Mann, Musiker und Menschen Jenz Steiner als Antiking des Monats Juli vorzustellen.

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Steiner, “King von Prenzlauer Berg”, musste die schmerzhafte Erfahrung machen, dass man sein Königreich und die Gefolgschaft in wenigen Jahren auf links gedreht hat. Explodierende Mieten, Verdrängung, Wohlstandsverwahrlosung, künstliche Bedürfnisse, all das hat Steiner als Journalist und Blogger angemahnt und vehement dagegen angeschrieben. “Hass-Blogger” war er plötzlich. Etwas Besseres fiel den Edelfedern bei der Süddeutschen Zeitung nicht ein, wahrscheinlich waren sie gerade im Umzugsstress und die Eigentumswohnungen in Prenzlauer Berg mussten eingerichtet werden.

Die Revolution ist vorbei, scheiß auf Gentrifizierung, scheiß auf Kiez-Rap, dachte sich Steiner und stieg aus der Suppe. Die Welt ist doch viel größer. “Die Schlacht ist eh verloren. Auf zu neuen Horizonten, zum Meer, oder so.” Und wenn dem King der Kingdom flöten geht, wird er eben zum Antiking.

Anstatt sich also weiter an seinen Gegnern aufzureiben, lässt er lieber seine Freunde zu Wort kommen. In seiner Radiosendung “Funkhaus Prenzlauer Berg” auf Piradio spürt er auf, was hier, in Prenzlauer Berg, kaum noch spürbar ist. “Berlin ist nach wie vor eine brodelnde Stadt, die von ihren vielen schrägen Gestalten lebt. Die sind alle Antikings.”

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Jenz Steiner ist der Antiking mit Narrenkappe, sieht sich gern in der Tradition Till Eulenspiegels. Gibt schließlich schon genug Pfeifenköppe, die einen auf Tucholsky machen und dabei kläglich scheitern.

Steiner weiß: Auf die Schippe genommen lässt sich noch jede Last und Bürde besser (er)tragen. Word! Deshalb: Jenz Steiner – Antiking des Monats Juli.

FOTOS: © LAURA JUNG

 

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